Drinks of the World

Der etwas andere Blick auf unser Abenteuer ;) Auf Input von Kollegen ist die Idee entstanden. An dieser Stelle findet Ihr Informationen zu lokalen Softgetränken, Bieren, Spirituosen, Weinen und sonstigen Drinks inklusive persönlicher Bewertung.


Crazy Lady| The Waterfront Brewery, Key West

Ich denke ein Bier mit dem Namen «Crazy Lady» ist ein würdiger Start für diesen Blog. Es ist ein «Blonde Ale» welches mit lokalem Honig aus Key West gebraut wird. Für ein Ale wirklich sehr mild und perfekt bei den sommerlichen Temperaturen. Gleichwohl hat es einen Alkoholgehalt von 5.5%. Getrunken wurde es im «Willie T's» welches an der bekannten Duval Street in Key West liegt. Die ganze Bar ist mit unterschriebenen 1 Dollar Noten geschmückt (siehe auch Bilder unten).

 

Links:

http://www.thewaterfrontbrewery.com/featured_item/crazy-lady-honey-blonde/

http://www.williets.com/


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   Caipirinha do Brasil

Klar, Caipirinha gibt es in der globalisierten Welt an jeder Turnhallenparty in der Schweiz. Und eigentlich sind wir beide nicht so die Caipirinha-Trinker. Aber wenn man in Brasilien ist, dann muss man ja auch mal einen Caipi an der Copacabana mit Zuckerhut im Hintergrund trinken. Er schmeckt dann schon psychologisch besser als in einer Turnhalle. Aber die Caipis waren schon besser als ich sie von der Schweiz kenne. Weniger Zucker, dafür mehr Alkohol und Limetten. Aber den besten Caipirinha hatten wir im Restaurant Dom Mario auf der Ilha Grande. Und zwar gibt es dort den Passionsfrucht Caipirihina mit oder ohne Ginger. Dieser Drink liegt nur knapp hinter dem Gentleman Mule der Badenfahrt in der persönlichen Bestenliste. Zubereitet mit frischem Fruchtfleisch und brasilianischem Cachaça.


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  • #1

    Ulises (Montag, 14 Mai 2018 14:22)

    Lueget das dir die Rezept tüet mitnäh und we dir zrügg sit üs chöit vrwöhne mit Drinks. :)


   Craft Beers Buenos Aires 

Für jedes gute Craft Beer aus Buenos Aires einen einzelnen Eintrag zu machen wäre einfach zu viel und es ist auch schwierig, eine Favoriten zu erküren. Ähnlich wie in der Schweiz will man dem Einheitslagerbier der grossen Brauereien entgegentreten. So bietet zB. die Bar Valk insgesamt 20 verschiedene Biersorten an. Ich rede nicht von Heineken oder Carlsberg, sondern eigenes Bier in 20 verschiedenen Variationen. ZB. Blonde Ale, Cream Ale, IPAs, Stout, Porter, Black Witbier etc.. Und das geniale ist, dass neben dem Alkoholgehalt auch der Bittergrad (IBU, 0 – 100) für jede Sorte angegeben wird. Das Valk ist nur ein Beispiel vieler Bars mit eigenem Bier. Ein Sympathiepunkt für die argentinischen Lagerbiere (zB. Quilmes): Diese gibt es oft nur in 1L Flaschen.


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Puro Malbec by Dieter Meier |

Parilla Ojo de Agua, Mendoza

Wie ihr im Reiseblog lesen konntet, war der Aufenthalt auf der Bodega von Dieter Meier ein Highlight von Mendoza. Dazu beigetragen hat auch der gute Wein. Der Malbec (2017) war unser Favorit von den vielen Weinen, welche wir probiert haben in der Region Mendoza. Ebenfalls super war der Malbec «De Angeles» (2013) auch aus Mendoza. Diesen hatten wir beim Essen im Don Julio in Buenos Aires. Speziell ist, dass einige Bodegas in Mendoza über 90% ihrer Weine exportieren und diese lokal gar nicht bekannt sind oder umgekehrt. Sprich die Weine gibt es praktisch nur in den Restaurants/Läden der Region bzw. Argentinien. 


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Coca Tee/Coca Bier Bolivien

In Bolivien sind die Coca-Blätter allgegenwärtig. Für alle die jetzt gleich aufschrecken und meinen wir haben Drogen konsumierte, dem ist nicht so. Das Coca Blatt selber schmeckt ähnlich wie Grüntee und hat auch die ähnliche Wirkung. Also nichts illegales. Die Einheimischen benutzen es auch um diverse gesundheitliche Probleme zu mindern. Sie helfen super gegen die Symptome der Höhenkrankheit. Man kann die Blätter pur in den Mund nehmen und in der Backe «lagern»; nicht kauen und ja nicht schlucken. Mit dem Speichel wir der Extrakt freigegeben. Dies haben wir auf der Maragua Wanderung ausprobiert. Ist nicht sonderlich gut. Aber als Tee schmeckt es wirklich gut und es gibt es sogar normal im Teebeutel zu kaufen. Aber natürlich kann man auch andere Sachen daraus machen wie zB. Coca Bier. Dies ist im Abgang leicht herb und je nach Sorte schmeckt man das Coca Aroma relativ gut im Abgang.

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Singani Sour | La Paz, Bolivien

Wichtigster Bestandteil ist Singani, der Nationalschnaps Boliviens, welcher aus Trauben destilliert wird. Dazu ein Eiweiss (!, Larissa war zunächst sehr skeptisch), Zitronensaft, Zucker und Eis. Der Anteil der Komponenten hängt vom eigenen Geschmack ab. Zitronensirup statt Zucker ist auch möglich. Mag man es süss, dann kann man mehr Zucker nehmen. Wenn man es eher sauer mag, mehr Zitronensaft und weniger Zucker etc. Das Ganze kommt in ein Cocktailmixer und man muss kräftig schütteln. Wir konnten den Drink auf unserer Foodie Tour durch La Paz selber zubereiten. Ein erfrischender Drink passend für den Apéro.

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Chicha | Sucre, Boliven

Auf unserer Walking Tour durch Sucre haben wir im ursprünglichen Teil der Stadt den Drink in einer traditionellen Bar getrunken. Die Bar war von aussen nicht erkennbar, sondern einfach ein Garagentor. Es ist ein fermentiertes, alkoholhaltiges Maisgetränk. Nicht besonders gut, aber auch nicht wirklich schlecht. 

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Api | La Paz, Bolivien

Api ist ein alkoholfreies Heissgetränk aus Mais. Zur Zubereitung wird ein Maispulver zusammen mit Zimt, Nelken, Zucker und Orangenschalen unter stetigem Rühren in Wasser aufgekocht. Das wäre eine gute alternative zum Glühwein, wenn man keinen Alkohol trinken will. Die Aromen erinnern unwillkürlich an die Weihnachtszeit und das Getränk ist sehr sättigend. Den Drink gab es ebenfalls auf unserer Foodie Tour in La Paz.

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Inca Kola | Cusco, Peru

Wer jetzt denkt in Peru gäbe es eine lokale Konkurrenz zum übermächtigen Coca Cola, muss ich teilweise enttäuschen. Zwar ist es enorm beliebt und man kann es überall kaufen. Aber es gehört zum Coca Cola Konzern. Wie auch schon im Reiseblog erwähnt sind die Peruaner ausgesprochene Naschkatzen und mischen teilweise noch Zucker in die Inca Cola, welche schon so sehr süss ist. Schmecken tut es gar nicht nach dem original Cola sondern ehr nach den 5 Rappen Kaugummis, die wir früher nach der Schule im Dorfladen gekauft haben. Auch die Farbe ist leicht anders ;) Es gibt aber auch bereits eine Zero Variante mit künstlichem Süssstoff. Kein Getränk für jeden Tag, aber zwischendurch eine willkommene Abwechslung.

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Té piteado | Cusco, Peru

Dieses Heissgetränk ist die peruanische Antwort auf Jagertee. Das Getränk besteht aus Schwarztee mit viel Pisco. Jedenfalls war er ordentlich stark. Dazu frische Nelken, Minze, Limette und eine Zimtstange. Eigentlich ein ideales Aprésski Getränk oder alternative zum Glühwein am Weihnachtsmarkt.

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Chicha morada | Lima, Peru

Es sieht zwar aus wie Sangria, ist aber ein typisches nichtalkoholisches Getränk aus Peru. Es wird aus Maiz morado (Lila-Mais oder auch Purpur-Mais) hergestellt. Wir haben das Getränk mehrfach probiert. Am besten hat uns der Chicha morada aber im Café La Paz in Lima geschmeckt. Für peruanische Verhältnisse ist das Getränk auch nicht so süss. 

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Samuel Adams Summer Ale | Boston, USA

Boston ist eine irisch geprägte Stadt. Der Besuch von Pubs gehört daher zum Pflichtprogramm des Sightseeings. Ein etwas makaberes aber doch irgendwie lustiges Erlebnis kann man dabei im Beantown Pub erleben. Gegenüber liegt der Granary Burying Ground und dort das Grab von Samuel Adams. Somit ist das Beantown Pub das einzige Pub in dem man ein Samuel Adams trinken und gleichzeitig auf sein Grab sehen kann. Kein Witz, man sieht es aus dem Fenster. Ich habe mich für ein Samuel Adams Summer Ale entschieden. Wie der Name schon sagt ein saisonales Bier welches es nur für einen kurzen Zeitraum gibt. Es ist ein leichtes Bier, passend zur Hitze. Ich habe das Bier auch noch ein zweites Mal getrunken und ebenfalls an einem speziellen Ort. Nämlich im Fenway Park, dem ältesten Baseball Stadion der obersten amerikanischen Liga (MLB), welches noch genutzt wird und die Boston Red Sox beheimatet. 


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Murphy’s Law Apple Pie, Whitney ON, Kanada

Wir wollten eigentlich nur Bier und Cider kaufen um gemütlich den Freitag im Algonquin Provincial Park ausklingen zu lassen. Da entdeckte Larissa ein Likör mit einer vielversprechenden Beschreibung. Apfel, Zimt, Nuss; also quasi trinkbarer Apfelstrudel mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent. Der Likör schmeckt wie Apfelkorn und somit relativ stark. Da hatte sich Larissa etwas süsseres versprochen. So haben wir immerhin etwas um den Flachmann zu füllen, wenn der Appenzeller leer ist.

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Jeppson's Malört, Chicago, USA

Wie ihr aus dem Reiseblog entnehmen konntet, waren wir in Chicago an einem Samstagabend mit ehemaligen Arbeitskollegen von Daniel unterwegs. Einer davon ist David. Er ist ursprünglich aus England und hat 3 Jahre in Zürich bei PwC Schweiz gearbeitet. Schliesslich zog es ihn in die USA. Er sagte, wir könnten nicht aus Chicago abreisen ohne den Schnaps Malört zu trinken. Man kennt diesen nur in Chicago und wenn man ihn getrunken hat, weiss man auch wieso. Es ist der widerlichste Schnaps, den wir je hatten. Schmeckt er am Anfang noch leicht wie Absinth, ist der Nachgeschmack als würde man Benzin trinken. Und der Nachgeschmack beliebt einem noch recht lange erhalten, auch wenn man versucht ihn mit Bier zu überdecken.

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   Nutty Alaskan, Chena Hot Springs, Alaska, USA

 

Zugegeben, auf dem Bild sieht der Drink nicht so spektakulär aus. Gesundheitsbewusst wie ich bin, habe ich auch den Schlagrahm weggelassen, welcher das Erscheinungsbild etwas aufgewertet hätte. Aber schliesslich zählen die inneren Werte. Welche in diesem Falle aus Irish Cream, Kahlua, Frangelico und Kaffee bestehen. Ein super After-Dinner Drink, welcher Kaffee, Dessert und Digestive in einem Getränk vereint.

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Sourtoe Cocktail, Dawson City, Yukon, Kanada

Ich glaube es wäre falsch ausgedrückt, dass ich darauf stolz bin, diesen Drink probiert zu haben. Aber schliesslich setze ich damit diesem Drink Blog die Krone auf. Ich denke es wird schwierig, eine Drink zu finden, welchen diesen an Kuriosität übertrifft. Die ganze Zeremonie haben wir auf Video aufgenommen. Es lohnt sich aber zuerst zu lesen, da die Geräuschkulisse in der Bar etwas hoch war. Damit ihr nicht alles googlen müsst, findet ihr nun die die wichtigsten Infos.

Zuerst mal die Legende zum Drink. Er entstand ausgerechnet zur Zeiten der Prohibition. Auch in Dawson City, wo das Laster keine Grenzen kannte, wurde der Alkohol für kurze Zeit verboten, um den Ruf der Stadt etwas zu verbessern. Man merkte aber schnell, dass die fehlende Alkoholsteuern ein Loch in die Staatskasse riss. Jedenfalls lieferte sich damals Louie Liken eine verfolgungsjagt mit der Polizei. Er wollte Rum schmuggeln mit seinen Schlittenhunden. Dabei fror im eine Zeh ab, welcher mit einer Säge amputiert wurde. Damit keine Wilden Tiere angelockt wurden und auch als Erinnerung, hat er den Zeh in Alkohol eingelegt. Dies war um 1920. Captain Dick Stevenson hat den Zeh etwa 50 Jahre später gefunden beim putzen der Kabine. Er brachte ihn zum Sourdough Saloon, um in fortan in Drinks zu legen, für alle die mutig genug waren.

Für die, welche es noch nicht realisiert haben oder wahrhaben möchten. Im Drink schwimmt ein konservierter und getrockneter menschlicher Zeh. Der aktuelle Zeh ist aber nicht mehr von damals, sondern es ist mittlerweile ca. Nr. 8. Man weiss es nicht mehr genau. Einige wurden gestohlen und einige gar verschluckt. Man kann seinen Zeh auch spenden und wird in die Hall of Fame aufgenommen. Ihr werdet dann im Video sehen, dass man darauf aufmerksam gemacht wird, dass es 2’500 kanadische Dollar (ca. 1'900 CHF) kostet, wenn man den Zeh verschluckt. Ein teurere Snack.

Das Prozedere ist genau vorgeschrieben. Den Drink gibt es nur von 21:00 bis 23:00 im Sourdough Saloon des Downtown Hotels in Dawson City. Der Captain richtet sich kurz vorher an seinem Tisch eine. Der Zeh wir auf einem Haufen Salz auf eine Silbertablett platziert. Um Punkt 21:00 ruft er dann: «It’s toe time». Man muss sich zuerst einen Shot an der Bar bestellen, welcher mindesten 40 Volumenprozent aufweisen muss. Wir haben uns für den Classic Toe entschieden. Es gibt aber auch eine  Toe-Quilla. Als wäre es so nicht schon Überwindung genug. Der Classic Toe besteht aus Whiskey, welcher leicht mit Honig gesüsst ist. Der Drink war also trotz Ekelfaktor eigentlich sehr gut. Ich musste auch nicht alleine zur Challenge antreten. Wir haben die Familie Fuchs in Dawson nochmal getroffen und Sascha machte auch mit. Sobald man den Shot bekommen hat, setzt man sich zum Captain und bezahlt ihm noch 5 Dollar Toe-Fee und man muss Fahrzeugausweis oder ID vorweisen. Der Captain trägt alles fein säuberlich in seinem Buch ein. Im Smalltalk im Video am Anfang geht es um die Schweiz. Als er gesehen hat, dass ich Schweizer bin, hat er aufgezählt wo er schon war. Er hat schon mehr von der Schweiz gesehen als ich. Er war 3 Wochen in Zermatt zum Klettern im Jahre 1973. Schliesslich folgt der legendäre Trinkspruch: «You can drink it fast, you can drink it slow, but your lips must touch the toe». Übersetzt auf Deutsch: «Du kannst ihn schnell trinken, du kannst ihn langsam trinken, aber der Zeh muss die Lippen berühren». Also es reicht nicht den Drink zu trinken, in dem der Zeh geschwommen ist, sondern man muss den Zeh auch noch mit den Lippen berühren. Wenn als korrekt abgelaufen ist, wird man mit einem Zertifikat offiziell in den Sourtoe Cocktail Club aufgenommen. Ich bin Mitglied Nummer 84'060. Viel Spass beim Video ;)

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